Mannemer Dreck

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Mannemer Dreck

Nachdem hier kürzlich über den Pfälzer Saumagen zu lesen war folgt eine weitere Spezialität mit unappetitlichem Namen. Der weltberühmte “Mannemer Dreck”. Glücklicherweise ist das unappetitlichste daran mit Abstand der Name. Ansonsten handelt es sich nämlich um ein durchaus sehr leckeres lebkuchenartiges Gebäck, welches von verschiedenen Mannheimern Konditoren in ebenso verschiedenen Ausführungen hergestellt wird.

Das Café Herrdegen (Quadrat E2,1) rühmt sich übrigens als einziges Café im Besitz des Orginalrezeptes zu sein. In jedem Fall ist dieses Café in einem schmucken zweistöckigen Barockhaus (früher die typische Bebauung) inmitten der City eine authentische Heimat für den Mannemer Dreck. Bleibt noch zu klären warum die Mannheimer ihrem Nationalgebäck gerade diesen Namen angetan haben.

Nun ja, im Jahr 1822 war es in Mannheim noch nicht so klinisch rein *hust* wie heute. Einen Vorläufer des kommunalen Ordnungsdienstes muss es aber doch schon gegeben haben. Zumindest erließ damals die Polizeibehörde eine Anordnung die:

Jedermann mit zwei Reichstalern Strafe belegte, der den im Hause gesammelten Kot mit Kehricht auf die Straße brachte“.

War es ein Anflug von zivilem Ungehorsam? Ein Scherzkeks unter den Mannheimer Bäckern inspirierte dieser Erlass zu dem mit etwas, bis sehr viel, Phantasie einem Kehrichthaufen ähnlichen Gebäck. Zum Abschluss noch zwei Links; Das Stadtarchiv kennt die Fakten und bei der Bäckerei Zorn gibt es den Mannemer Dreck im Onlineshop.

Tags: Mannheim · Spezialitäten

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