Helmut Kohl verschaffte dem traditionellen Pfälzer Bauerngericht Weltruhm. Kam ein Staatsgast in die Heimat des Kanzlers, dann wurde er im Deidesheimer Hof mit Saumagen bewirtet. Zugegebenermaßen ist der Name etwas abstoßend, der (vorher geleerte) Magen der Sau ist aber nur die Hülle, also auch nicht ekliger als der Schweindarm um die Leberwurst. In den Magen kommt Fleisch, Bratwurstbrät, Kartoffeln, Gewürze und mancher Metzger oder Wirt hat noch seine Spezialzutaten (z.B. Maronen).
Als Tellergericht in der Wirtschaft werden typischerweise zwei gebratene Scheiben mit Kartoffelpüree, Sauerkraut oder Brot serviert. Saumagen gibt es in verschiedenen Geschmacksqualitäten in fast jeder Pfälzer Weinstube und Gastwirtschaft. Beliebt ist auch der Pfälzer Teller (Saumagen, Bratwurst und Leberklöße). Zum deftigen Abschluss einer Pfalzwanderung, in Gesellschaft eines Weines in jedem Falle zu empfehlen.
1 response so far ↓
1 Mannemer Dreck // Jan 15, 2009 at 21:05
[...] hier kürzlich über den Pfälzer Saumagen zu lesen war folgt eine weitere Spezialität mit unappetitlichem Namen. Der weltberühmte [...]
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